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Henriette-Fürth-Preis 2017 für h_da-Absolventin

Christina Stappen, Bachelor-Absolventin des h_da-Fachbereichs Soziale Arbeit hat in diesem Jahr den Henriette-Fürth-Preis des gFFZ (Gender- und Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschulen) für ihre Bachelor-Abschlussarbeit gewonnen. Diese trägt den Titel "Die Notwendigkeit von Genderkompetenz in der sozialpädagogischen Mädchenarbeit" und wurde von Dr. Maja Suderland und von Prof. Dr. Yvonne Haffner vom Fachbereich Soziale Arbeit betreut. Das gFFZ zeichnet damit nicht nur die Absolventin aus, sondern würdigt auch die Arbeit der Betreuenden.

Die Studie überzeugte die Jury, die aus Vertreterinnen der Hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und des öffentlichen Lebens besteht, vor allem durch ihre gesellschafts- und professionspolitische Aktualität. Sie besticht durch ihre hoch engagierte und kluge Auseinandersetzung mit dem Dilemma moderner Mädchenarbeit zwischen reifizierender Differenzmarkierung qua Geschlecht und dem Anliegen, genau diese Differenz überwinden zu wollen - einem Dilemma, dem sich die sozialpädagogi-sche Mädchenarbeit weder in Theorie noch Praxis entziehen kann. Angesichts gegen-wärtiger Tendenzen des Anti-Genderismus und der Entpolitisierung Sozialer Arbeit und der in ihr tätigen Professionellen leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zur Reformulierung und Differenzierung geschlechterpolitischer Diskurse in der Sozialen Arbeit.

Der Henriette-Fürth-Preis ist benannt nach der jüdischen Sozialpolitikerin, Frauen-rechtlerin, Wissenschaftlerin und Publizistin Henriette Fürth (1861-1938), die in Gießen geboren wurde und in Darmstadt und Frankfurt gewirkt hat. Er wird seit 2004 einmal jährlich vom gFFZ vergeben. Mit dem Henriette-Fürth-Preis wird die beste Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit eines Jahrgangs zur Genderthematik an hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ausgezeichnet. Die Arbeit sollte qualita-tiv herausragend sein, ein für die Frauen- und Genderforschung relevantes Thema bearbeitet und damit besondere Erkenntnisgewinne geliefert haben.

Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Er dient der gezielteren Förderung besonders quali-fizierten wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Frauen- und Genderfor-schung an hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Mehr zum Henriette-Fürth-Preis unter http://www.gffz.de/das-zentrum/henriette-fuerth-preis