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h_da-Student gewinnt Innovationspreis und Exist-Förderung für "Wingcopter"

Das Projekt "Wingcopter" - eine Drohne, die senkrecht starten, aber wie ein normales Flugzeug fliegen kann - ist schon länger in der Öffentlichkeit bekannt. Doch jetzt startet das Projekt rund um die Darmstädter Studenten Tom Plümmer und Jonathan Hesselbarth richtig durch: Das Teamwird mit 126.000 Euro im Bundes-Förderprogramm "EXIST" gefördert. Darüber hinaus hat es den den "Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt" in der Kategorie "Fliegen neu denken" gewonnen.

Der in Darmstadt entwickelte "Wingcopter" sieht nicht nur gut aus, sondern soll das Drohnen-Flugwesen  revolutionieren: Der Wingcopter verbindet die Vorteile einer Drohne mit der eines Flugzeugs mit Tragflächen. Das heißt, er kann von überall aus starten, braucht keine Lande- und Startbahn und ist trotzdem viel schneller und ausdauernder als eine reguläre Drohne. Bis zu 160 Stundenkilometer fliegt der Wingcopter bisher und kann bis zu zwei Stunden lang in der Luft bleiben. Möglich macht den Senkrecht-Start ein um 90 Grad schwenkbarer Rotor. Erstes Einsatzgebiet war in Dubai, wo der Wingcopter Polizei und Retttungskräfte dabei unterstützte, Unfall- und Brand-Orte schnell zu sichten. "Ende 2017 sind wir drei Monate in Tansania und testen die Lieferung von Medikamenten und Blutproben", sagt Tom Plümmer, der an der h_da Leadership in the Creative Industries studiert. "Am Viktoriasee fliegen wir vollautonom zwischen Inseln hin und her. Ein Auto müsste 280 Kilometer drumherum fahren." Das Projekt setzt das Team gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) um.

Mit dem Gründerprogramm "EXIST" des Bundes kann sich das Team aus Plümmer und den TU Darmstadt-Studenten Jonathan Hesselbarth und Ansgar Kadura für eine Weile Gehälter zahlen sowie Material für neue Modelle kaufen. Märkte gibt es wohl genug: Der Wingcopter kann zur Vermessung von Flächen ebenso genutzt werden wie zur Kontrolle technischer Anlagen wie Stromtrassen. Aber auch die Filmindustrie könnte die Drohne statt kostspieliger Helikopter nutzen, sagt Plümmer: "Schon jetzt können wir 4 Kilogramm Kameratechnik anbringen." Und künftige Modelle sollen noch größer und stärker werden. "Meine Vision: Ein Modell so groß zu bauen, dass man drin sitzen und ohne Pilotenkenntnisse selbst 300 Kilometer weit fliegen kann."

Der Wingcopter in Aktion (englisch): https://vimeo.com/187790613

Weitere Informationen unter: http://www.wingcopter.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

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