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Fachbereich Gestaltung der h_da mit vier großen Projekten zum Bauhaus-Jubiläum

Darmstadt/Düsseldorf/Berlin – Das Bauhaus feiert im Jahr 2019 sein 100-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass beschäftigen sich Professorinnen und Professoren des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt (h_da) auf der Mathildenhöhe in vier Forschungsprojekten mit der bedeutenden Schule. Die Ausstellung „Bauhaus im Spiegel der Mathildenhöhe“ beleuchtet bisher zum Teil unbeachtete Zusammenhänge und blickt auf menschliche Beziehungen und Konflikte, personelle Verflechtungen, historische Zufälle und Einflüsse. Ausstellungen in Darmstadt, Düsseldorf und Berlin widmen sich den Zusammenhängen von Bauhaus und Fotografie. Sie werden von einem Symposium begleitet. Neben den Ausstellungskatalogen wird es zwei weitere Veröffentlichungen geben: Ein Architekturführer erzählt die Geschichte des Bauhauses anhand repräsentativer Gebäude in Hessen. Das Buch „Typografie – Bauhaus – Hessen“ zeigt humorvoll auf, welche Spuren das Bauhaus in der Konzeption neuer Schriften hinterließ. Die Projekte werden insgesamt mit mehr als 300.000 Euro vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. 

 

Bauhaus im Spiegel der Mathildenhöhe: Ausstellung mit Katalog

Geschichte und Schicksal des Bauhauses sind in vielfältiger Weise mit der Mathildenhöhe in Darmstadt verwoben. Die Ausstellung beleuchtet diese zum Teil unbeachteten Zusammenhänge und eröffnet so einen neuen, verblüffenden Blick auf das Bauhaus: auf menschliche Beziehungen und Konflikte, geistige Hintergründe, personelle Verflechtungen, historische Zufälle und wirkungsvolle Einflüsse. Zwei ehemalige Bauhaus-Lehrer wirkten an der Werkkunstschule Darmstadt auf der Mathildenhöhe, der Vorgängerin des Fachbereichs Gestaltung: Hanns Hoffmann-Lederer und Friedrich G. Hüffner. Bauhaus-Gründer Walter Gropius baute in Darmstadt das Bauhaus-Archiv auf. Die Ausstellung wird im Designhaus auf der Mathildenhöhe zu sehen sein. Neben audiovisuellen Rauminstallationen bietet sie Führungen an historische Orte, an denen die Geschichte des Bauhauses in Darmstadt erlebbar wird. Zur Ausstellung erscheint ein ausführlicher Katalog.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Kai Buchholz, Prof. Ursula Gillmann, Prof. Christian Pfestorf, Prof. Justus Theinert

 
„Bauhaus und die Fotografie - Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“: Ausstellung in Darmstadt, Düsseldorf und Berlin mit Katalog

Welche Impulse kann die Bauhaus-Fotografie heute zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen leisten? Das ist die Ausgangsfrage der Ausstellung. Fotografie war schon immer Bestandteil des Bauhauses: Anfangs eher zur Dokumentation von Möbeln, Gebäuden und mehr verwendet, nutzte der Bauhaus-Lehrer László Moholy-Nagy die Fotografie für experimentelle Arbeiten. Er kuratierte 1929 auf der Werkbund-Ausstellung „Film und Foto“ jeweils einen Raum zur Geschichte bzw. Zukunft der Fotografie. Die geplante Ausstellung knüpft an die berühmte Themenstellung des Bauhäuslers an und zeigt in einer virtuellen Rekonstruktion einen dieser Räume mit über 300 Exponaten. Darüber hinaus wird eine besondere Werkpräsentation, wie sie damals in Berlin zu sehen gewesen ist, als materiale Rekonstruktion zu sehen sein. Die Kuratoren eröffnen damit einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart, wenn mehr als ein Dutzend zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler mit eigenen Arbeiten den Blick nach vorn wagen. Zudem zeigen Studierende des Fachbereichs Gestaltung ihre eigenen, zukunftsorientierten Entwürfe und setzen dabei auch auf elektronische Medien.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Im Juni 2019 lädt der Fachbereich Gestaltung zu einem begleitenden Symposium auf die Mathildenhöhe ein. Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes, dem NRW Forum Düsseldorf, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der h_da gefördert.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Kris Scholz (Fachbereich Gestaltung), Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken (Kunsthochschule Kassel), Prof. Dr. Christoph Schaden (Technische Hochschule Nürnberg GSO)

100 Jahre Moderne in Hessen – von der Reichsgründung bis zur Ölkrise (1871-1973): erzählerischer Architekturführer

Dass das Bauhaus die Keimzelle der modernen Architektur sei, ist eine weit verbreitete, jedoch stark verkürzte Sichtweise. Schon vorher gab es zahlreiche Bauprojekte, die mit der Tradition brachen. Die klassische Moderne selbst war dann eine breite internationale Bewegung. Der Architekturführer erzählt die tatsächliche Geschichte anhand repräsentativer Gebäude in Hessen. Die Veröffentlichung wirft unter anderem einen Blick auf die Reformarchitektur um 1900 und zeichnet die Konflikte zwischen „Traditionalisten“ und „Modernen“ im Deutschen Werkbund nach. Damit macht das Projekt greifbar, dass hinter den Bauten aus Stein, Beton und Stahl stets auch Gesellschaftsbilder stehen.

 
Typografie – Bauhaus – Hessen: humoristische, typografisch-künstlerische Buchpublikation

Was geschieht, wenn dekorative Jugendstil-Buchstaben auf konstruktive „Bauhausschriften“ treffen? Das Buch von Prof. Dr. Sandra Hoffmann Robbiani zeigt dies in ihrem humoristischen Streifzug durch die Bauhaus-Einflüsse auf die Typografie. Unter anderem Moholy-Nagy, der die Reihe der Bauhaus-Bücher gestaltete, widmete sich intensiv der Entwicklung neuer typografischer Konzepte. Durch ihn zog die „Neue“ oder „Elementare“ Typografie in Weimar ein. Das Buch soll augenzwinkernd den Horizont zu Schrift, Sprache und Gestaltung erweitern.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Sandra Hoffmann Robbiani

 

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Medien:

Projekte „Bauhaus im Spiegel der Mathildenhöhe“ und „100 Jahre Moderne in Hessen“
Prof. Dr. Kai Buchholz
Hochschule Darmstadt
Fachbereich Gestaltung
E-Mail: kai.buchholz@h-da.de
Tel.: +49 6151 16-38347

 

Projekt „Typografie – Bauhaus – Hessen: humoristische, typografisch-künstlerische Buchpublikation“

Prof. Dr. Sandra Hoffmann Robbiani
Hochschule Darmstadt
Fachbereich Gestaltung
E-Mail: sandra.hoffmann@h-da.de
Tel.: +49 6151 16-38341 

 

Projekt „Bauhaus-Fotografie reloaded - Zur Aktualität der Fotografie des Neuen Sehens in der Gegenwartskunst“:

Prof. Dr. Kris Scholz
Hochschule Darmstadt
Fachbereich Gestaltung
E-Mail: christoph.scholz@h-da.de
Tel.: +49 6151 16-38343  

 

Bildmaterial zum Download: http://idw-online.de/de/news691169

 

 

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