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Boris Rhein überreicht über eine Million Euro an h_da-Projekte

Der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein hat am Mittwoch, 8. Februar, Förderbescheide aus dem Forschungförderprogramm LOEWE in Höhe von über einer Million Euro überreicht. Das Geld geht an die h_da-Projekte "DBT-Benchmarking", "BioMobile II" sowie "iKnowControl".

In den so genannten KMU-Verbundprojekten arbeiten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Hessen mit Wissenschaftseinrichtungen an innovativen Produkten und Dienstleistungen. Beispielsweise an einer App für die Psychotherapie: Sie soll Therapeuten helfen, während der Behandlung aufkommende Probleme beim Patienten rechtzeitig zu erkennen. Das Software-Projekt trägt den Titel „DBT-Benchmarking“. Die Abkürzung steht für Dialektisch-Behaviorale Therapie, eine Psychotherapieform zur Behandlung von stark suizidgefährdeten Patienten.

Die Idee: Patienten und Therapeuten geben regelmäßig Daten zum Befinden und zur Behandlung in das Programm ein. Die Software vergleicht sie mit denen vieler anderer Menschen und kann so beispielsweise abschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Patient nicht von der Therapie profitiert, diese vorzeitig abbricht oder gar an Selbstmord denkt. In solchen Fällen könnte künftig rechtzeitiger eingegriffen werden. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit der Hochschule Darmstadt (Prof. Dr. Bernhard Humm, Fachbereich Informatik) mit der Otzberger Firma Deuschel & Schüller GbR, dem Dachverband Dialektisch-Behaviorale Therapie e.V. in München und dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Es wird mit 390.000 Euro aus LOEWE-Mitteln gefördert.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die Psychotherapie-Software zeigt beispielhaft, wie unser Förderprogramm LOEWE praxisnahe Forschung möglich macht. Das Ergebnis hilft ganz konkret, erkrankte Menschen stärker zu unterstützen. LOEWE gibt somit Anstoß für Innovationen in der Wirtschaft – vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.“

Prof. Dr. Bernhard Humm (DTB Benchmarking), Prof. Dr. Christoph Busch (BioMobile II) und Prof. Dr. Sven Rogalski (iKnowControl) präsentierten ihre Projekte anlässlich der Übergabe in Kurzvorträgen.

BioMobile II – Datenschutzfreundliche und Präsentations-angriffssichere Sprechererkennung
Die Forscher arbeiten an einer biometrischen Sprechererkennung auf Smartphones für mobiles Banking und Bezahlmöglichkeiten.
Koordination: Hochschule Darmstadt (Prof. Dr. Christoph Busch), Fachbereich Informatik
Partner: Authada GmbH (Darmstadt), Deudat GmbH (Wiesbaden), usd AG (Neu-Isenburg)
Förderung: rund 371.000 Euro

iKnowControl – Entwicklung eines KMU-orientierten Hard-Softwaresystems zur intelligenten Auswertung und Steuerung material- und prozessabhängiger Energieverbräuche in der Produktion
Ziel ist ein System aus Hard- und Software, mit dem Unternehmen ihren Energieverbrauch kontinuierlich erfassen und auswerten können.
Koordination: Hochschule Darmstadt (Prof. Dr. Sven Rogalski), Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik
Partner: RSW Technik GmbH (Buseck), Veolia Umweltservice GmbH (Eichenzell-Welkers)
Förderung: rund 372.000 Euro

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