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Beton-Kanus für den Wasser-Wettkampf – h_da-Studierende bauen zwei neue Rennboote

Sie sind gut 5 Meter lang, etwa 50 Kilogramm schwer - und aus Beton: Die beiden neuen Rennkanus, die Studierende des Bachelor-Studiengangs Bauingenieurwesen an der Hochschule Darmstadt (h_da) in den vergangenen Wochen gebaut haben. Am 9. und 10. Juni nimmt das 18-köpfige Team mit seinen flinken Baustoff-Booten bei der 16. Betonkanu-Regatta in Köln teil. Auf dem Fühlinger See tritt das h_da-Team dann gegen weitere Teams aus Hochschulen und Institutionen an, an denen Betontechnik gelehrt wird.

Möglichst leicht, dicht und schnell: das war das Ziel für die studentischen Betonkanu-Bauer der h_da. Hierfür setzten sie sich unter den Augen von Professorin Regina Stratmann-Albert mit dem Baustoff Beton auseinander und näherten sich nach und nach einem geeigneten Verfahren.

Basis eines jeden Betonkanus ist die Schalung. Diese wurde von den Studierenden aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Vorlage hierfür war ein klassisches, ausgedientes Kanu. Die Schalung diente als Träger für zwei dünne Lagen Beton, in die ein flexibles Textilgewebe aus Basaltfasern eingelegt wurde. Diese Bewehrung verhindert, dass der nur wenige Millimeter dicke Beton bricht. Je weniger Beton benötigt wird, desto besser für den Wettkampf. In Köln wird gegeneinander auf Zeit gefahren, relevant ist für die Wertung aber auch das Gewicht der Kanus. Weitere Preise gibt es für Konstruktion und Gestaltung.

Hinsichtlich der Gestaltung haben sich die h_da-Studierenden etwas Besonderes einfallen lassen. Um Gegensätze bei der Herstellung hervorzuheben, haben die h_da-Studierenden ihren beiden Beton-Kanus die Namen "Tag" und Nacht" gegeben. Im Bug des Kanus "Nacht" sind Lichtleiter in den Beton eingebettet, wodurch dieser lichtdurchlässig wird und eine Beleuchtung des Kanus möglich ist - ein Alleinstellungsmerkmal beim anstehenden Wettbewerb. "Zu sehen ist das Logo der h_da und der Name des Kanus", erläutert Kilian Kirchner aus dem studentischen Projektteam. "Besondere Herausforderungen waren das Entfernen der Schalung und die Dichtigkeit im Bereich der Lichtleiter."

Kniffelige Aufgaben, mit denen sich die Studierenden intensiv auseinandersetzen mussten. "Zu diesem Projekt gehört auch dazu, mit Niederlagen fertigzuwerden", erläutert Professorin Regina Stratmann-Albert. "Insbesondere profitieren die Studierenden aber davon, abseits aller Normen mit dem Baustoff Beton arbeiten zu können."

Weitere Informationen zur Betonkanu-Regatta finden sich unter www.betonkanu-regatta.de