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Innovative Hochschule: Hochschule Darmstadt bei „Exzellenzinitiative für HAWs“ erfolgreich

Die Hochschule Darmstadt (h_da) wird künftig mit dem von Bund und Ländern getragenen Programm "Innovative Hochschule" gefördert. Die h_da überzeugte ein unabhängiges Auswahlgremium mit ihrem Antrag "Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung - Transfer als Lernprozess in der Region". Die Förderung in der Höhe von rund zwei Millionen Euro pro Jahr beginnt Anfang 2018 und läuft über fünf Jahre. Der Erfolg bestärkt die Hochschule in ihren Bestrebungen, in Lehre und Forschung im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung eng mit Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft in der Region zusammenzuarbeiten. Die Förderinitiative "Innovative Hochschule" nimmt die - neben Lehre und Forschung - dritte Mission "Transfer und Innovation" in den Blick und richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Universitäten sowie an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Die erstmals aufgelegte Initiative wird auch als Pendant zur Exzellenzinitiative bezeichnet.

Die h_da möchte im Rahmen des Projekts zur Nachhaltigen Entwicklung beitragen, indem sie regionale Akteure unterstützt, die damit einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen anzugehen. Das Vorhaben will die Transferaktivitäten der Hochschule in mehreren Phasen in ein "lernendes System" überführen. Zentrales Element ist dabei eine strategische Partnerschaft mit der Schader-Stiftung, mit der eine gemeinsame Gesellschaft gegründet wird. Eine Innovations- und Transformationsplattform führt die bestehenden Kooperationen mit politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren sowie Forschungseinrichtungen in der Region zusammen und richtet sie thematisch an den Herausforderungen "Nachhaltiger Entwicklung" aus.

Die h_da wird eng mit regionalen Instituten wie etwa e-hoch-3, dem Institut Wohnen und Umwelt (IWU) oder dem Öko-Institut zusammenarbeiten. Thematisch geht es um zwei zentrale Felder: Erstens um eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung am Beispiel des Quartiers Mollerstadt. Hier sollen Konzepte zur energetischen Sanierung des Altbestandes und zur Mobilität für die Bewohnerinnen und Bewohner mehr Lebensqualität bringen. In Kooperation mit der Stadt Darmstadt sollen Synergien zu den Vorhaben des Wettbewerbs "Digitale Stadt" erschlossen werden.

Zweitens entwickelt die Initiative gemeinsam mit Unternehmen Lösungen zur nachhaltigen Produktion. Zum Beispiel will ein weltweit agierender Automobil-Zulieferer, der unter anderem Ledersitzbezüge herstellt, sein Chemikalienmanagement verbessern. Dazu wird die gesamte Lieferkette aller verwendeten Rohstoffe und Teile zu analysiert. Alle Projekte werden durch regelmäßige Befragungen von Bürgerinnen und Bürgern in der Region, ein sogenanntes "Bürger-Panel", unterstützt. In diesem Rahmen soll etwa die Zufriedenheit mit Mobilitätsangeboten in der Region abgefragt werden. Regelmäßige Diskurs-Formate in Kooperation mit der Schader-Stiftung sollen alle relevanten Akteure in der Region zusammenbringen.

"Dieser Erfolg zeigt, dass die h_da in ihren Bestrebungen im Bereich Nachhaltige Entwicklung auf dem richtigen Weg ist", sagt h_da-Präsident Prof.Dr. Ralph Stengler. "Es ist ein großer Gewinn für die Stadt, dass es jetzt zwei Hochschulen gibt, die eine Exzellenz-Förderung erhalten. Den Antragstellern, insbesondere Prof. Dr. Martin Führ und Dr. Silke Kleihauer, gratuliere ich ganz herzlich."

Prof. Dr. Martin Führ vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften ergänzt: "Dieser Erfolg ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses innerhalb der Hochschule, bei dem die 'Initiative: Nachhaltige Entwicklung' (I:NE) eine zentrale Rolle spielt."