Hans Joachim Mendig ist neuer Honorarprofessor für Film und Medien an der Hochschule Darmstadt

Als Geschäftsführer der "HessenFilm und Medien" leitet er die hessische Film- und Medienförderung, als Produzent von Serien wie "Ein Fall für zwei" hatte er sich über Jahrzehnte bundesweit Renommee erworben. Ab dem Sommersemester 2019 ist Hans Joachim Mendig (65) Honorarprofessor für Film und Medien am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt (h_da).

Bereits seit 2013 hält Diplom-Betriebswirt Prof. Hans Joachim Mendig Vorlesungen und Seminare am Mediencampus der h_da zu Themen aus den Bereichen Filmförderung, Zukunftsaussichten des Kinos sowie Chancen des Kurzfilmformats. Künftige Schwerpunkte in Prof. Mendigs Lehre werden neben der Filmförderung auch Themen aus den Bereichen Stoffentwicklung, Chancen neuer technologischer Plattformen sowie Auswertung und Vermarktung von Filmen, Games und Virtual Reality-Produktionen sein.

Die Studierenden lernen von Prof. Hans Joachim Mendig zudem anhand von praxisbezogenen Beispielen die unterschiedlichen Berufsbilder innerhalb des Film- und Medienbereichs und deren Anforderungen kennen. Hierbei profitieren sie von seiner jahrzehntelangen Berufspraxis. Sie sollen außerdem die Anwendung neuer Technologien und deren Perspektiven im Berufsalltag vermittelt bekommen.

"Die Technologien, die das filmische und mediale Erzählen nutzen, entwickeln sich in einem rasanten Tempo. Zusätzlich verschmelzen die Grenzen zwischen den einzelnen Plattformen. Es ist deshalb fundamental wichtig, frühzeitig Einblicke in die Medienpraxis zu bekommen und zu lernen, wie man multimedial Geschichten erzählt, die Zuschauer und Anwender unterhalten und bewegen", erläutert Prof. Hans Joachim Mendig. "Mein Ziel ist es, meine Erfahrungen als Filmproduzent und meine Einblicke aus der Förderpraxis an die Studierenden weiterzugeben, um ihnen den Einstieg in den Beruf zu erleichtern."

Prof. Wilhelm Weber, Dekan am Fachbereich Media der h_da, sieht in Mendig ein wertvolles Bindeglied zwischen der Film- und Medienpraxis und dem hochschulweiten Alltag. "Durch seine langjährigen Erfahrungen in der Filmproduktion, als Vorstand großer Produktionsfirmen, als Geschäftsführer der HessenFilm und Medien sowie durch seine praxisbezogenen Forschungsaufträge, gibt er den Studierenden wertvolle Einblicke in film- und medienbezogene Berufsbilder."

Seit 2016 ist Hans Joachim Mendig Geschäftsführer der HessenFilm und Medien und setzt sich in dieser Position für die künstlerische Qualität und den wirtschaftlichen Erfolg hessischer Film- und Fernsehproduktionen ein. Ein Schwerpunkt der HessenFilm und Medien und Hans Joachim Mendig ein besonderes Anliegen ist die Förderung junger Filmschaffender. So ist Mendig auch Juryvorsitzender des Hessischen Film- und Kinopreises, in dessen Rahmen neben dem Newcomerpreis auch der Hochschulfilmpreis für den besten Abschlussfilm verliehen wird.

Bis 2016 hat Hans Joachim Mendig als Film- und Fernsehproduzent gewirkt. Ab 1993 war er als Produzent und Geschäftsführer bei der Monaco Film-Gruppe tätig und hat dort Fernsehfilme, Reihen und Serien wie "Ein Fall für zwei", "Der Kriminalist" und "Der Staatsanwalt" realisiert. Von 1999 bis 2009 war Prof. Mendig Vorstand und ab 2002 auch CEO der Odeon Film AG München und hat das Unternehmen an die Börse begleitet. Produktionen unter der Leitung von Hans Joachim Mendig wurden in den Jahren 2001, 2005 und 2009 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Hinzu kamen ein Bayerischer Fernsehpreis und ein Telestar-Award.

Von 1991-2001 war Mendig Lehrbeauftragter und Dozent an der Filmakademie Ludwigsburg und lehrte dort Stoffentwicklung sowie Fernseh- und Filmpraxis. Von 1993-1999 war er Dozent für Medienwirtschaft an der Fachhochschule Wiesbaden und hielt dort Vorlesungen über die kaufmännischen Aspekte der Film- und Fernsehproduktion.

Darüber hinaus hatte Prof. Mendig zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsaufträge. Er stand etwa Filmemacher Prof. Hermann Vaske wissenschaftlich bei dessen "Why are you creative"-Ausstellung 2018 im Frankfurter Museum für Kommunikation beiseite und beriet ihn bei der Entwicklung einer dazugehörigen VR-App. Im "Writers Room" der Odeon Film AG Berlin implementierte er Prototypen aus dem American Film Market in Los Angeles.

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