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UNESCO-Auszeichnung: Hochschule Darmstadt ist „herausragender Lernort“ für Nachhaltigkeit

Erst vor kurzem ist das neue Bund-Länder-Förderprogramm "Innovative Hochschule" gestartet. Die "Exzellenzinitiative für HAWs (ehem. FHs)" fördert das Projekt "Systeminnovation Nachhaltige Entwicklung" an der Hochschule Darmstadt (h_da) und ihren Partnern mit rund zehn Millionen Euro. Die Keimzelle des erfolgreichen Projekts, die hochschulweite Gruppe "Initiative Nachhaltige Entwicklung (I:NE)" ist am Montag erneut ausgezeichnet worden: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission haben die h_da als "herausragenden Lernort für Nachhaltige Entwicklung" prämiert. Die Jury ehrte den "besonders innovativen Charakter bei der Umsetzung" und den "beispielhaften Whole-Institution-Approach" der beteiligten Hochschul-Akteure.

Dr. Silke Kleihauer, die die hochschulweite Initiative: Nachhaltige Entwicklung (I:NE) koordiniert, hat am Montag den Preis in einer feierlichen Veranstaltung von Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Verena Metze-Mangold entgegengenommen. Auf dem Kongress unter dem Motto

"Bildung für nachhaltige Entwicklung - In Aktion" kamen Akteure aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Er ist zentraler Bestandteil der Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Deutschland.

"Eine Wende zu einer nachhaltigeren Welt gelingt nur gemeinschaftlich", sagt Dr. Silke Kleihauer. "Deshalb arbeiten wir an der Hochschule partnerschaftlich mit zahlreichen Akteuren aus der Region zusammen. Die Studierenden leisten hier mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag und lernen gleichzeitig, wie Nachhaltigkeitsprozesse in der Gesellschaft entstehen. Transdisziplinäre Lehr- und Forschungsprojekte vermitteln erfolgreich Gestaltungskompetenzen für Nachhaltige Entwicklung, was die heutige Auszeichnung, über die wir uns sehr freuen, erneut bestätigt."

Das Urteil der Jury:
"Die Hochschule Darmstadt weist einen besonders innovativen Charakter bei der Umsetzung der strukturellen Umsetzung der BNE auf. Auf Veranlassung der Initiative Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Darmstadt - einem Zusammenschluss von Hochschulakteuren in enger Zusammenarbeit mit weiteren Partnern in der Region - ist ein beispielhafter Whole-Institution Approach-Prozess entstanden - größtenteils bottom up-gesteuert. An der Hochschule Darmstadt sind nicht nur die Lernprozesse und Methoden auf BNE ausgerichtet, sondern auch die Bewirtschaftung des Lernortes orientiert sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Hier zeigt sich beispielhaft, wie ein Whole-Institution Ansatz durch Eigenmotivation von Hochschulakteuren implementiert werden kann."

Die Initiative für Nachhaltige Entwicklung (I:NE)
Die Initiative für Nachhaltige Entwicklung (I:NE) bringt über 60 Lehrende, Forschende und Beschäftigte aus der h_da zusammen. Sie wird von Dr. Silke Kleihauer koordiniert und ist Dreh- und Angelpunkt der Nachhaltigkeits-Bestrebungen der h_da. I:NE bietet einen Rahmen, in dem sich Hochschulakteure und Partner vernetzen, neue Ideen entwickeln und gemeinsam Nachhaltigkeitsprozesse initiieren und ausbauen. Die Beteiligten treffen sich in regelmäßigen Sitzungen im Plenum. Hinzu kommen Klausurtagungen und der I:NE Stammtisch. Projektgruppen kümmern sich um Lehrveranstaltungen, darunter die im Wintersemester stattfindenden Ringvorlesungen. Sie planen Lehr- und Forschungsprojekte und bauen Aktivitäten im Klima- und Umweltschutz auf. Durch diese Zusammenarbeit entstehen neue Kooperationen und kreative Ideen, aus denen wiederum neue Aktivitäten wachsen. Die I:NE-Studierenden sind gleichberechtigt integriert. Sie treffen sich zusätzlich in einer studentischen Arbeitsgruppe, in denen sie ihre eigenen Ideen weiterentwickeln und Aktivitäten vorantreiben.

Die Auszeichnung
Insgesamt 29 Lernorte, 28 Netzwerke und 6 Kommunen überzeugten die Jury von der hohen Qualität ihres Engagements für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Als Vorreiter leisten sie einen beispielhaften Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Auf der Seite www.bne-portal.de stellen sich die Ausgezeichneten vor. Sie erhalten das Logo des Weltaktionsprogramms für ihre Arbeit und profitieren vom Austausch mit anderen Akteuren und Initiativen. Darüber hinaus bieten die Freie Universität Berlin und die Deutsche UNESCO-Kommission eine Beratung zur Weiterentwicklung der Initiativen an.

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