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h_da-Projekte auf der CeBIT 2017: KFZ-Abmeldung per App, drahtlose Beleuchtung, Digitalstrategien

Mit drei Projekten ist die Hochschule Darmstadt (h_da) am Gemeinschaftsstand hessischer Hochschulen auf der weltgrößten Informationstechnikmesse CeBIT in Hannover beteiligt. Vom 20. bis 24. März präsentieren sich die Projekte aus den Fachbereichen Informatik und Elektrotechnik und Informationstechnik in Halle 6 an Stand C 18 im Rahmen des Technologie Transfer Netzwerk Hessen.

Mobile KFZ-Abmeldung per App
Mit nur wenigen Klicks das Auto oder Motorrad per Smartphone abmelden: ein reizvoller Gedanke. Der Gang zur Behörde entfällt, inklusive Wartezeiten gerade in Großstädten. Auch Kosten werden gespart, wenn das eigene Kraftfahrzeug nicht mehr zur Zulassungsstelle bewegt werden muss, was sich wiederum ökologisch positiv auswirkt. Auch Unternehmen würden von schnellen Verfahren profitieren, wenn zum Beispiel ganze Fahrzeugflotten ausgetauscht werden müssen.

Eine passende App zur mobilen KFZ-Abmeldung haben Informatiker der Hochschule Darmstadt (h_da) entwickelt. Einsatzfähig wäre sie zum Beispiel im Zuge des geplanten "mobilen Servicekontos Hessen", das moderne, benutzerfreundliche E-Government-Strukturen vorsieht. Die App ermöglicht nicht nur eine schnelle, sondern auch sichere KFZ-Abmeldung. Diese wird garantiert durch eine so genannte 2-Faktor-Authentifizierung, die von der Authada GmbH entwickelt wurde, einer Ausgründung der Hochschule Darmstadt.

Zum Einsatz kommen hierbei die elektronische Identitätsfunktion (eID) des neuen Personalausweises sowie spezielle Sicherheitscodes, die sich bereits heute unter den Siegelplaketten auf den Kennzeichen befinden. In Kombination sorgen sie für die nötige Sicherheit und eindeutige Identifizierung des Fahrzeughalters. Präsentiert wird die App auf der Cebit nicht nur am Gemeinschaftsstand hessischer Hochschulen, sondern auch am Stand des hessischen Innenministeriums (Halle 7, Stand E 47).

Ansteuerung drahtloser LED-Beleuchtungssysteme
Ausgeklügelte Beleuchtungssysteme sind gerade in großen Räumlichkeiten gefragt. Veranstalter werten mit stimmungsvollen Beleuchtungslösungen ihre Programme auf, in Großraumbüros können sie zur Verbesserung des Arbeitsklimas beitragen. Speziell bei drahtlosen LED-Beleuchtungssystemen ist eine reibungslos funktionierende, "smarte" Ansteuerung des Netzwerks aus Leuchtmitteln allerdings herausfordernd.

Hier setzt die "D³LC-Suite" (Data Dissemination in Dense Wireless Lightning Control) an. Sie ist ein Funkprotokoll, das Daten mit einer hohen, so genannten Dienstgüte versendet: Die miteinander vernetzten Leuchtmittel reagieren dadurch schnell auf Displaygesten der Nutzer, so dass eine gleichbleibende, harmonische Helligkeit und Farbstimmung erreicht wird. Da die Suite das Beleuchtungssystem wie ein Netzwerk technisch selbst organisiert, gilt die Anwendung als sehr zuverlässig. Zielgruppe sind Hersteller von Beleuchtungssystemen, die das Konzept zur Marktreife führen möchten. Kooperationen bestehen unter anderem mit Philips Lighting in Eindhoven.

Die D³LC-Suite entstand aus der Arbeit des h_da-Absolventen Conrad Dandelski, der hierzu momentan am irischen Nimbus Centre promoviert, ein Forschungszentrum am Cork Institute of Technology (CIT). Die Kooperation zwischen dem Nimbus Centre und dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der h_da besteht bereits seit sieben Jahren. Gemeinsam forschen beide Einrichtungen insbesondere auf dem Gebiet der drahtlosen Sensornetzwerke. Finanziert wird die Entwicklung der D³LC-Suite mit EU-Geldern aus dem Artemis Projekt DEWI (www.dewi-project.eu) sowie mit nationalen Fördergeldern von Enterprise Ireland.

Digitale Strategien für das Internet der Dinge
Dem digitalen Wandel stehen manche kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelne Unternehmensbereiche mit vielen Fragen gegenüber. Zwar sind sie sensibilisiert für Industrie 4.0, Internet der Dinge und die mit ihr einhergehende Vernetzung "intelligenter" Technik. Doch die Bedeutung der Digitalisierung für das eigene Unternehmen scheint nicht immer greifbar.

Das Competence Center for Applied Sensor Systems (CCASS) am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der h_da koppelt sich genau hier an, berät und begleitet Mittelständler bei ihrer digitalen Strategie. Auf der Cebit stellt das CCASS-Team den neuen Ansatz "digital steps are minimal steps" vor. Im Fokus stehen digitale Konzepte, die sich schnell umsetzen lassen, damit das Geschäftsmodell zukunftstauglich bleibt und der Anschluss an einen sich wandelnden Markt nicht verloren geht.

Der Ansatz soll Unternehmen dazu befähigen, sich in kleinen und überschaubaren Schritten im Internet der Dinge zu positionieren und so auch neue Geschäftsfelder zu erschließen. Innovationsworkshops helfen dabei, die wichtigsten Marktfelder in den Blick zu nehmen und etwa bei Produktion und Produktentwicklung Kundenbedürfnisse besser zu erkennen und das künftige Geschäftsmodell hieran auszurichten.

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