
Mechatronik (Bachelor of Science)
| Informationen zum Studiengang | |
|---|---|
| Studienform | Grundständiger Studiengang |
| Regelstudienzeit | 7 Semester |
| Campus | Darmstadt |
| Studienbeginn | WS |
| Zulassungsbeschränkung | NC |
| Vorpraktikum erforderlich | Nein |
| Sprache | DE |
Eine erste Übersicht über den Studiengang erhalten Sie mit diesem
Info Flyer: Mechatronik Bachelor (pdf, 200 KB)
Mehr Informationen
Das bietet der Studiengang
Die Mechatronik ist ein interdisziplinäres Studienangebot der Hochschule Darmstadt an der Schnittstelle von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik.
Die Mechatronik befasst sich mit der Entwicklung und technischen Umsetzung integrierter Mikroprozessor gesteuerter mechanisch-elektronischer Systeme, die sich durch einen gewissen Grad an "Intelligenz" und eigenständiger Handlungsfähigkeit auszeichnen.
Der Studiengang bietet eine fundierte interdisziplinäre ingenieurwissenschaftliche Ausbildung mit einem Focus auf betriebswirtschaftlichen und sozialen Kompetenzen.
Die hohe Qualität des Studienganges zeigt sich auch in der CHE Studie vom 28.03.2008, in der der Studiengang von allen untersuchten Mechatronikstudiengängen Deutschlands mit 36,9 Punkten den ersten Platz erreichte, weit vor dem Zweitplazierten mit 28,3 Punkten.
Aufbau und Inhalt des Studiengangs
Das Studium ist modular aufgebaut und nach Studienjahren strukturiert. Das Studium enthält Pflichtmodule, die von jedem Studenten im 1. und 2. Studienjahr absolviert werden müssen. Die Pflichtmodule behandeln allgemeine und fachspezifische Grundlagen der Ingenieurwissenschaften wie Mathematik, Physik, technische Mechanik, Werkstoffe sowie Elektrotechnik und elektronische Bauelemente. Das Lehrangebot wird ergänzt durch die Module “Grundlagen der technischen Informatik” sowie “Software-Engineering und Mikroprozessortechnik”. Sie bilden mit Software- und Hardwaretechnik das Fundament für das Fachgebiet “Informationstechnik” bzw. “Computer Engineering”. Mechatronische Systeme und systemübergreifende theoretische Grundlagen sind Inhalte der Module “Systemtheorie“ und „Regelungstechnik” sowie “Mechatronische Systeme“ und “Kinematik und Kinetik”. In diesen Modulen soll unter anderem die Fähigkeit zur einfachen Modellbildung komplexer technischer Zusammenhänge gefördert werden.
Neben der Grundlagenausbildung erhält der Studierende die Gelegenheit, auch in einem Spezialgebiet der Mechatronik vertiefte Kenntnisse zu erwerben. Der Studiengang sieht derzeit die drei Vertiefungsrichtungen “Antriebstechnik”, “Automation” und “Robotik” vor. Der Studierende kann eine dieser drei Vertiefungsrichtungen auswählen. Er hat aber auch die Möglichkeit, bei einer entspre-chenden Genehmigung des Prüfungsausschusses aus den Modulen des Lehrangebots der Vertiefungsfächer und Wahlpflichtfächer eine individuelle Vertiefungsrichtung zusammenzustellen.
In den Wahlpflichtbereichen des zweiten und dritten Studienjahres werden weitere ingenieurwissenschaftliche bzw. fachspezifische Grundlagen angeboten. Die Lehrveranstaltungen sind nach Fachgebieten getrennt in die drei Kataloge Automatisierung, Informationstechnik, und Maschinenbau zusammengefasst.
Auch die nichttechnischen Fächer werden in Katalogen zusammengefasst. Der Studierende hat die Möglichkeit, aus einem umfangreichen Lehrangebot Sozial- und Gesellschaftswissenschaftliche bzw. Wirtschaftwissenschaftliche Fächer auszuwählen.
Siehe auch Modulplan im Info-Flyer Mechatronik (pdf, 200 KB)
Praxis-Phase
Neben einer Vielzahl von Praktikumveranstaltungen begleitend zu fast allen Vorlesungen, beinhaltet das siebte Semester eine ca. dreimonatige berufspraktische Phase in einer Firma der eigenen Wahl. In dieser berufspraktischen Phase werden praxisrelevante Themen auf ingenieurmäßigem Niveau selbständig bearbeitet. Diese berufspraktische Phase mündet in der Regel in eine Abschlussarbeit. Danach kommt es in den meisten Fällen zu einem direkten Übernahmeangebot der Firma.
Vorausgesetztes Bewerberprofil
Neben den formalen Zugangsvoraussetzungen werden folgende persönliche Voraussetzungen erwartet:
- Freude am interdisziplinären Arbeiten im Grenzbereich des Maschinenbaus, der Elektronik und der technischen Informatik
- mathematisches und physikalisches Grundverständnis und der Wunsch, dieses im Studiengang weiter zu vertiefen
- Wunsch, vorhandene Englischkenntnisse einzusetzen, zu vertiefen und später im Berufsumfeld zu nutzen
- Bereitschaft zur Teamarbeit
Berufsbild und Berufsaussichten
Die Chancen angehender Mechatronikerinnen und Mechatroniker auf dem Arbeitsmarkt gelten derzeit und für die Zukunft als ausgezeichnet. Durch die sehr breite auf Teamarbeit und interdisziplinäre Fähigkeiten angelegte Ausbildung bietet sich dem Mechatronik-Ingenieur und der Mechatronik-Ingenieurin eine große Zahl von Tätigkeitsfeldern. Aufgrund des erworbenen Systemdenkens stehen auch Führungspositionen offen. Durch die intensiven Ausbildungsteile in der Informationstechnik erhalten die Absolventinnen und Absolventen auch die Möglichkeit, in allen Berufsfeldern der Ingenieurinformatik tätig zu werden.
Verschiedene Studien, unter anderem z. B. des VDI, veröffentlicht im Januar 2006 lassen erkennen, dass allein auf dem nationalen Markt insbesondere im Bereich der Forschung und Entwicklung bei erfolgreichen Unternehmen des Mittelstandes 50% der frei werdenden Stellen nicht besetzt werden können. Dem deutschen Mittelstand fehlen derzeit 11.500 Ingenieure und Ingenieurinnen, der Gesamtindustrie insgesamt ca. 15.000 Ingenieure und Ingenieurinnen. Die Tendenz ist steigend. Die heutige Quote von Ingenieurinnen (im Mittelstand) beträgt 10% und wird als zu niedrig eingestuft. Die Abb. zeigt, dass alle für die Absolventen und Absolventinnen des Studiengangs in Frage kommenden Industriezweige eine erhebliche Nachfrage haben.

Drei Gründe Mechatronik an der h_da zu studieren
- mittel- und langfristig wachsender Ingenieurmangel vor allem auch im Bereich der interdisziplinären Aufgaben der Mechatronik und daraus resultierend hervorragende Berufsaussichten, sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten und sehr gute Verdienstmöglichkeiten
- interessante interdisziplinäre Tätigkeiten im Grenzbereich des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Informatik
- extrem weites berufliches Betätigungsfeld von „A“ wie „Automobil oder Automobilzulieferer“ über „M“ wie „Medizintechnik“ und „R“ wie „Robotik“ bis hin zu „Z“ wie „Zugentwicklung“
