
Studierende berichten
Inklusion statt Integration, Reduzierung von Barrieren, Chancengleichheit, Diversity - viele Begriffe, auf die man im Zusammenhang mit Studium mit Behinderung stößt. Am 21.04.11 war es genau zwei Jahre her, dass Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ratifiziert hat. Wo sind konkrete Auswirkungen (im Hochschulbereich) sichtbar?
Als Ergänzung zur notwendigen abstrakten Auseinandersetzung, soll an dieser Stelle der Versuch unternommen werden, subjektive und ganz konkrete Aspekte in Erfahrungsberichten von Studierenden der h_da darzustellen. Was läuft gut, wo gibt es Unterstützung und was geht gar nicht? Welche Informationen hätten Betroffene vor dem Studium gebraucht und was wären gute Ratschläge für andere Studierende und zukünftige Studieninteressierte?
Die Beiträge sollen zur Auseinandersetzung mit dem Thema und zwischen Kommilitoninnen und Kommilitonen anregen sowie zu einem Aufeinanderzugehen und In-Kontakt-Kommen. Insofern sind ausdrücklich alle Studierenden eingeladen, ihre Erfahrungen mitzuteilen. Das kann selbstverständlich auch anonym geschehen. Die Aufmacher können so vielfältig sein, wie das Studium selbst: Barrieren und deren Reduzierung, Prüfungen, Verwaltung, Mensa, Wohnen, der Umgang unter Studierenden...
Beiträge bitte an den Beauftragten für Studierende und Studieninteressierte mit Behinderung senden.
Über twitter können Sie erfahren, wenn es hier etwas neues gibt.
Fahrstuhlfahren in Dieburg
10.05.2011 Die Fahrstühle am Campus Dieburg sind nicht gerade die neusten. Aber immerhin: sie fahren. Wer auf sie angewiesen ist, erfährt hier, wie sie bedient werden und außerdem, was Spina bifida ist:
Ich bin Judyta, 21 Jahre alt und studiere Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt, am Mediencampus Dieburg. Ich habe eine Gehbehinderung, die Spina bifida heißt. Dies ist eine Art angeborene Querschnittslähmung, die bei jedem anders ausfallen kann. Mal nur ein paar Zehen gelähmt, mal eine körperliche und/oder geistige Behinderung. weiter lesen
Autismus und Studium
Rechtzeitig zum Autismustag am 2. April 2011 erschien der erste Artikel hier zum Thema:
Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum
Irren ist menschlich, aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch
Viele haben, wenn sie von Autismus schon einmal etwas gehört haben, das Bild eines Raymond aus dem Film Rain Man im Kopf. Ein Bild eines Menschen der eine einzelne ganz besondere Begabung hat, bei alltäglichen Dingen aber zum Scheitern verurteilt ist. Eine Beschulung in einer Regelschule: Unwahrscheinlich! Ein erfolgreiches Studium: Undenkbar! Wirklich? Nein!
Es gibt sie die studierenden Autisten, auch an der h_da! Ich bin einer von ihnen und ich könnte wetten, dass ich zwar als „komischer Kautz“ durchgehe aber nie für einen Autisten gehalten wurde. weiter lesen
