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Gender-Mainstreaming an der h_da

 

Seit März 2010 gibt es das Forschungsprojekt „Gender Mainstreaming an der h_da.“

Rahmendaten

Projekttitel: „Gender Mainstreaming an der h_da“

Projektleitung: Prof. Dr. Amara Renate Eckert

Wiss. Mitarbeiterin: Dr. Stephanie Braukmann

Laufzeit: 01.03.2010-30.06.2011

  

Was ist Gender Mainstreaming?

Gender Mainstreaming ist eine politische Strategie, die auf die  Chancengleichheit von Männern und Frauen zielt. Gender verweist auf das englische Wort für soziales Geschlecht. Damit gemeint sind die kulturell hergestellten Formen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Mainstreaming bedeutet etwas in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Gender Mainstreaming steht also für die Einführung einer geschlechtersensiblen Perspektive in den „Hauptstrom“ oder in die „politische Mitte“. Gender Mainstreaming besteht, in einer gängigen Definition, „in der (Re)- Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung der Entscheidungsprozesse, mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung beteiligten Akteure und Akteurinnen den Blickwinkel der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen.“ (Europarat 1998, Gender Mainstreaming: Rahmenkonzept, Methode und Vorstellung bewährter Praktiken).

 

Woher kommt Gender Mainstreaming?

Als politische Strategie ist Gender Mainstreaming im Rahmen frauenpolitisch engagierter Entwicklungspolitik entstanden. In der Europäischen Union wurde Gender Mainstreaming Ende der 1990er Jahre mit dem Amsterdamer Vertrag rechtlich verbindlich festgeschrieben. Die Mitgliedstaaten der EU haben sich damit verpflichtet, die Umsetzung der Gleichstellung von Männern und Frauen aktiv zu fördern.

  

Warum Gender Mainstreaming an der Hochschule?

Hochschulen nehmen vielfach Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung: Im Rahmen ihres Aus- und Weiterbildungsauftrags, im Bereich Forschung und Entwicklung und als Partner von Wirtschaftsunternehmen. Als öffentliche Einrichtungen haben sie darüber hinaus eine besondere Verantwortung für die Gestaltung einer demokratischen, zukunftsfähigen Gesellschaft. Dazu gehört auch die Förderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen. Mit ihrem Engagement in diesem Bereich profilieren sich die Hochschulen als demokratische Bildungsinstitutionen. Zugleich stärken sie ihre Position in einem zunehmend kompetitiven Feld, in dem die Berücksichtigung der Potentiale beider Geschlechter in der Kooperation mit Unternehmen und bei der Vergabe von Fördermitteln zunehmend wichtiger wird.

 

Was genau passiert in dem Projekt „Gender Mainstreaming an der h_da“?

 Im Mittelpunkt des Projekts steht die Durchführung einer „Gender Analyse“. Ziel einer Gender Analyse ist die Ermittlung des „Ist-Zustandes“ also die Beschreibung der aktuellen Gleichstellungsituation an der h_da. Wie viele Männern und wie viele Frauen gibt es an der h_da? Wie sind die Geschlechter in den verschiedenen Statusgruppen, den Gremien und in den Leitungspositionen vertreten? Wie viele Professorinnen und Professoren gibt es an der Hochschule und wie viele Studentinnen und Studenten? Gibt es Fachbereiche mit einem deutlich überdurchschnittlichen Männer- oder Frauenanteil? Wie erleben und bewerten die Mitglieder der h_da die gegenwärtige Gleichstellungssituation? Welche Maßnahmen führt die Hochschule zur Umsetzung der Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen durch? Wie bekannt sind solche Maßnahmen bei den Hochschulangehörigen? Und was denken sie darüber? Um diese und weitere Fragen zu beantworten werden Statistiken und Dokumente ausgewertet und Interviews mit Hochschulangehörigen geführt. So entsteht eine organisationsspezifische Bestandsaufnahme der Gleichstellungssituation an der h_da, die die Besonderheiten, Potentiale und Bedarfe der Hochschule dokumentiert.

Unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Rost-Schaude wird 2011 ein weiteres Forschungsprojekt zum Thema Gender Mainstreaming an der h_da starten. Es wird mit  Mitteln des Gender- und Frauenforschungszentrums der Hessischen Fachhochschulen (gFFZ) gefördert und zielt auf die Rekonstruktion subjektiver Deutungsmuster gleichstellungspolitischer Begrifflichkeiten. Das Projekt will der Interpretation und Verwendung von zentralen Gleichstellungsbegriffen im Kontext von Gender-Mainstreaming Prozessen nachspüren: Worüber sprechen Hochschulangehörigen eigentlich, wenn sie von Gender, von Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen und von Geschlechtergerechtigkeit reden?

 

Kontakt

Stephanie Braukmann

Tel: +49.6151.16-8720, stephanie.braukmann@h_da.de

Adelungstr.51, Gebäude E 11, Raum 31