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Optotechnik und Bildverarbeitung mit neuen Unternehmenspartnern und 1. Masterabsolventen

PRESSEMITTEILUNG Montag 19.07.2010

„Mit dem Abschluss haben unsere Absolventen im Durchschnitt bereits drei Stellenangebote in der Tasche, auch in der Wirtschaftskrise“, sagt Prof. Dr. Christoph Heckenkamp über das Studienprogramm „Optotechnik und Bildverarbeitung“ an der Hochschule Darmstadt (h_da).

„Trotzdem wählen viel zu wenige Schülerinnen und Schüler dieses Studium.“ Das bedauern auch Firmen in der Region, die im Bereich der optischen Technologien erfolgreich tätig sind. Der h_da-Fachbereich und fünf namhafte Unternehmen haben deshalb kürzlich eine strategisch ausgerichtete Partnerschaft vereinbart, die das Studienprogramm „Optotechnik und Bildverarbeitung“ mit Bachelor- und Masterstudiengang bekannter machen soll.

Dazu gehören die „DILAS Diodenlaser GmbH“, die „IDS Imaging Development Systems GmbH“, die „Pharmacontrol Electronic GmbH“, die „Schott AG“ sowie die „VITRONIC GmbH“. Bei Schülerinnen und Schülern möchten die Partner Interesse wecken unter der Leitidee „Begreifen was man sieht“. Denn ob nun Kameras, Laser, Optik oder Licht – alles gehört zu den optischen Technologien. Die möglichen Anwendungen reichen vom LKW-Mautsystem bis zu Handy-Kameras, von der Landebahnbefeuerung am Flughafen bis zu Augenimplantaten, von der Tablettenkontrolle bis zur Gesichtserkennung.

Gerade hat der erste Studierende des noch jungen Masterstudiengangs „Optotechnik und Bildverarbeitung“ seinen Abschluss gemacht. Harald Klöß, bereits vorher Diplomingenieur hat damit den Titel Master of Science (M.Sc.) in der Tasche. In seiner vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Masterarbeit befasste er sich mit der Entwicklung eines sogenannten Wellenfrontsensors mit integriertem Wellenfrontmodulator.

Diese Technologie soll später einmal Bildfehler des menschlichen Auges mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung messen und kompensieren können. Als Einsatzgebiete sind etwa eine verbesserte Augenvermessung beim Augenarzt bzw. Optiker oder die Anpassung optischer Navigationshilfen in der Windschutzscheibe von Kraftfahrzeugen denkbar. Klöß wird seine Entwicklungsarbeit an diesem Projekt in einem Unternehmen nahtlos fortsetzen.

In dem Partnerschaftsabkommen vereinbaren der Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften und die genannten fünf Unternehmen beispielsweise gemeinsam Informationsveranstaltungen in Schulen sowie Firmenbesichtigungen anzubieten oder sich bei Messeauftritten zu unterstützen. Darüber hinaus sollen die h_da-Studierenden aus den Firmen noch besser mit Angeboten für berufspraktische Phasen, Themen für Bachelor- und Masterarbeiten, für studentische Projekte sowie Stellenangebote für Absolventinnen und Absolventen versorgt werden.

Beschäftigte der Firmen können Lehraufträge an der h_da erhalten. Diese Leistungen waren teilweise auch bisher schon angeboten worden, das Abkommen soll die bestehende Kooperation jedoch intensivieren. Damit unterstützen die Unternehmen das Konzept des Studienprogramms „Optotechnik und Bildverarbeitung“ und betrachten „die darin vermittelten Inhalte, Fertigkeiten und Kompetenzen als eine ausgezeichnete Qualifikation für anspruchsvolle Tätigkeiten im Bereich der optischen Technologien“, heißt es in der Präambel der Partnerschaftsvereinbarung.

„Wir möchten die Faszination, die wir für dieses Technologiefeld immer wieder verspüren, an die jungen Leute weitergeben“, sagt Prof. Heckenkamp. „Wir haben hier ein herausragendes Studienangebot, das optimal auf das Wachstumsfeld der optischen Technologien zugeschnitten ist. In dieser Einschätzung sind sich alle Partner einig“. Interesse für technische Fragen, Physik, Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik oder Naturwissenschaften sei eine gute Basis für ein Studium in diesem Bereich. Zugangshürden gebe es aber nicht.

„Es ist gut, wenn Studieninteressierte ein wenig Neugier mitbringen. Alles andere bringen wir ihnen bei“ Heckenkamp weiter. Dafür stünden auch die hervorragend ausgestatteten Labore und eines der besten Betreuungsverhältnisse an der Hochschule von etwa einem Lehrenden auf zehn Studierende. Davon können die aktuell 192 Studierenden im Studienbereich inklusive Diplom-, Bachelor-, und Masterstudiengang bereits profitieren. Insgesamt pflegt der Studienbereich Kontakte zu über 100 Unternehmen.

Die fünf Partnerunternehmen

Die DILAS Diodenlaser GmbH in Mainz ist ein führender Hersteller von Hochleistungs-Diodenlasern. Das Unternehmen hat mehr als 200 Mitarbeiter und Niederlassungen in den USA und China. Die Diodenlaser von DILAS werden in der Medizin, in der Druckindustrie, als Pumpquellen für Festkörperlaser und bei der Materialbearbeitung eingesetzt.

Die IDS Imaging Development Systems GmbH in Obersulm ist einer der führenden Hersteller von Industriekameras und Rechnerkomponenten für die digitale Bildverarbeitung. IDS hat eine Niederlassung in den USA und ist mit weltweiten Vertriebspartnern international aufgestellt. Mehr als 70 Mitarbeiter sind für IDS tätig, davon etwa die Hälfte als Ingenieure in der Hard- und Softwareentwicklung sowie in der Anwendungstechnik. Die Kunden von IDS sind Hersteller aus dem Geräte-, Maschinen- und Anlagenbau sowie Software-Systemhäuser.

Die Pharmacontrol Electronic GmbH (PCE) in Zwingenberg an der hessischen Bergstraße ist ein renommierter Partner der Pharmaindustrie im Bereich der Verpackungskontrolle. Sensoren, Laserscanner, Kameras und Bildverarbeitung von PCE überwachen den Verpackungsprozess in der laufenden Produktion und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit von pharmazeutischen Erzeugnissen. PCE bietet regelmäßig Praktika und Abschlussarbeiten für Studierende an, und zahlreiche Absolventen des Studiengangs OBV gehören schon heute zum festen Mitarbeiterstamm - ein überzeugender Beleg für gute und gelungene Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschule.

Die Schott AG in Mainz ist ein internationaler Technologiekonzern auf der Basis von Spezialglas. Gläser und Glasfasern sind wesentliche Komponenten für die optischen Technologien. Die Produktpalette von Schott ist jedoch breit gefächert und bedient unter anderem die Hausgeräteindustrie, die Pharmaindustrie, Solartechnik, Elektronik oder Automobiltechnik, und in jedem Fall sind optische Technologien in irgendeiner Weise beteiligt.

Die VITRONIC GmbH in Wiesbaden ist mit über 300 Mitarbeitern eines der weltweit führenden Unternehmen der Bildverarbeitung für Industrie, Logistik, Verkehrswesen und weitere Anwendungsbereiche der sog.“Machine Vision“. VITRONIC ist mit Niederlassungen in den USA, in Australien und in Großbritannien vertreten. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter haben eine Ingenieurausbildung, viele davon aus dem Studiengang „Optotechnik  und Bildverarbeitung“ der Hochschule Darmstadt. Paketsortierung oder Nummernschilderkennung sind typische Bildverarbeitungslösungen von VITRONIC.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Christoph Heckenkamp

Studiendekan im Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften

Hochschule Darmstadt

Holzhofallee 38, 64295 Darmstadt

Tel +49.6151 16-8651 (Sekretariat) Mobil +49.160 158 1025

Die URL ist auch in dem folgenden QR-Code abgelegt, den man mit einem kostenlosen QR-App auf einem modernen Smartphone einfach photographieren und auslesen kann. Die Verbindung zur Internetseite wird dann unmittelbar hergestellt, ohne dass man die Adresse eintippen muss.  „Auch das ist Optotechnik und Bildverarbeitung“ sagt Prof. Heckenkamp.

Terminhinweis

Informationstag „Optotechnik und Bildverarbeitung“ für Schülerinnen und Schüler

Wann Mi, 21. Juli, 13-17 Uhr

Wo      Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften

Holzhofallee 38, 1. OG, Hörsaal 124

Was    Besichtigung der Labore und Hörsäle und Beratung zum Studienablauf, zum berufspraktischen Semester, über die Kooperationspartner und Forschungsprojekte


Kontakt

Pressesprecher

Herr Martin Wünderlich

+49.6151.16-8084